#5 – Noch einmal mit Gefühl

Zum Jahresabschluss kommen (fast) alle zusammen: Die Makers League hat einen neuen Vorstand!

Von: Niklas

Eine Kachel nach der anderen wird hell. Darin: mehr oder minder gut ausgeleuchtete Gesichter, die Augen geradeaus, konzentriert an den Einstellungen fummelnd. Hört ihr mich? Ja, wir hören dich.

Die Jahreshauptversammlung der Makers League am 14.12. fand, wie sollte es anders sein, online statt. Dafür war die Teilnahme auch für diejenigen möglich, die dem kalten Esslingen für ein paar Tage den Rücken gekehrt hatten: Vorstand Till Augner schaltete sich aus Südafrika zu und führte, ab und an von einer stockenden Verbindung unterbrochen, durch die bisherige Vereinshistorie. Vom Erstkontakt mit der Stadt über das Zusammenführen einer Kerngruppe bis zu den Präsenzterminen im frisch eingerichteten Makers Inn erzählt sich die Geschichte als die eines Aufbruchs ohne lange Umwege, als Beispiel für die Zielstrebigkeit, für die der Verein stehen möchte. Entsprechend stolz blickten die knapp zwei Dutzend Teilnehmenden aus ihren kleinen Zoom-Quadraten: Wegbegleiter:innen der ersten Stunde, Wegbereiter:innen seitdem, Neuankömmlinge, ganz egal – alle identifizieren sich mit dem Projekt Makers League, das war den Reaktionen deutlich anzumerken.

Das Protokoll sah jedoch nicht nur das (verdiente) Zelebrieren des eigenen Macher:innen-Stolzes vor. Es galt auch, einen Vorstand zu wählen, der den Verein im kommenden Jahr koordinieren und voranbringen würde. Marc Grün, in seiner damaligen Funktion als Leiter des Esslinger Amtes für Wirtschaft Mitinitiator der Makers League, führte, von Daniela Gorka gelegentlich sanft ans Protokoll erinnert, durch das Prozedere. Zur Wahl stellten sich Katharina Clasen, Jochen Reinhard und Till Augner, die in dieser Reihenfolge als 1., 2. und 3. Vorstandstandsvorsitzende auserkoren wurden. Unterstützt von den beiden Vorstandsmitgliedern Louisa Kilgus und Piet Sellke werden sie 2022 als Macher:innen-Jahr gestalten – dann hoffentlich gelöst von den aktuellen Beschränkungen, mit noch mehr Kontakt, mit neuen Ideen, Offensiven, Aktionen, mit Tatendrang und Initiative.

Mit dem Abhandeln des Pflichtprogramms war nun die Möglichkeit gegeben, sich im virtuellen Wohnzimmer von wonder.me zu treffen. Dabei bewegen sich alle Anwesenden, repräsentiert durch kleine Foto-Avatare und gesteuert von Maus und Tastatur, durch einen digitalen Raum und haben die Möglichkeit, mit anderen Macher:innen Kontakt aufzunehmen, in deren Nähe sie sich befinden. So entstehen Gesprächs-Blasen, denen beigetreten werden kann, die sich aufteilen, erweitern, öffnen und spezialisieren. Am Abend der Vereinssitzung ging es dabei locker und beschaulich zu; wo in Zukunft auch Arbeitsgruppen Ideen spinnen oder Projektteams Probleme wälzen könnten, wurde über die Feiertage geplaudert. Das Jahr passierte Revue, ab und an hielt jemand ein Glas Wein zum Anstoßen in Richtung Kamera und fand meist wen, der ihm oder ihr durch den Äther zuprostete. Diese Gruppe, das wurde deutlich, hat Lust auf das gemeinsame Vorhaben – und lässt sich von kleineren und größeren Hürden auch nicht so schnell auseinanderbringen.

Darauf noch einmal einen Toast. Auf das Geschaffte, mit herzlichem Dank an alle, die es ermöglichten. Und auf das Neue. Volle Kraft voraus.