#3 – Aufbruchsstimmung

Zwischen Frühjahr und Sommer, Isolation und Öffnung kommt Bewegung in die Makers League. Der Rückblick auf den Monat Mai.

Von: Niklas

Manchmal lohnt es sich, Worte ganz genau anzusehen. Aufbruch. Brechen. Da ist etwas hart und verschlossen, verfestigt, krustig. Und dann öffnet es sich, mit einem Knacken.

Ganz so weit ist es noch nicht mit der allmählichen Annäherung an ein Leben außerhalb der eigenen vier Wände, der Zoomräume und der Schutzmauern aus notwendiger Vorsicht bei jedem Kontakt mit der Außenwelt. Aber: Es tut sich was. Risse, Sprünge, Spalten, ein Aufblitzen des Darunterliegenden.

In der Makers League tut sich ebenfalls etwas. Mitglieder setzen Projekte um (wer Capucchino mag, werfe einen Blick auf das bald eröffnende Cafés „Hygge“), treffen sich mit aller Vorsicht von Angesicht zu Angesicht, schöpfen Kraft aus dem guten Wetter und der noch besseren Aussicht, irgenwann den ersten Stammtisch ohne einen einzigen Bildschirm bestreiten zu können. Es ist noch nicht so weit. Aber die Idee wirkt nicht mehr abwegig.

Und auch gemeinsam ist etwas in Bewegung geraten. Es wird endlich Zeit, der ganzen Stadt zu zeigen, wer wir sind und was wir tun. Erste Schritte zu seinem Aufschlag werden unternommen – mehr wird noch nicht verraten. Aber die Möglichkeit, miteinander etwas zu entwickeln und umzusetzen, das uns wirklich entspricht, ist beflügelnd: machen, Kontakt haben, etwas Neues versuchen, Anknpüfungspunkt für diejenigen zu sein, die unsere Lust an der Tat teilen, all das begeistert uns. Es ist Zeit, das noch mehr zu teilen.

Vielleicht ist Aufbruch nicht das richtige Wort. Weder war je alles so versteift und schorfig, wie impliziert ist, noch wird die neue Beweglichkeit mit einem Schlag eintreten. Es ist eher ein Auftauen, das durch die Makers League geht, das Schmelzen eines Eiswürfels bei stetig steigender Temperatur. Erst langsam, dann immer schneller kommt alles in Fluss, bis von der alten Kantigkeit nichts mehr zu erahnen ist. Der Mai hat einen gehörigen Teil dazu beigetragen. Mal sehen, wohin uns das Schmelzwasser nun treibt.